Glossar

Abschreibung

Über das Abschreibungsverfahren einer Zeit- und ggf. einer Leistungseinheit zugeordneter Betrag zum Ausdruck des Werteverzehrs für Güter, deren Nutzungsdauer eine Wirtschaftsperiode überschreitet.

Angebotsstruktur

Die Angebotsstruktur beschreibt einen Markt aus Sichtweise der Anbieter. Dabei gibt sie an, in welcher Anzahl und welchen konkreten Produkten Anbieter auf dem Markt vorhanden sind.

Anlieger

a) nach Straßenrecht: Personen mit Eigentum oder Besitz an Grundstücken, die an einer Straße liegen.
b) nach Straßenverkehrsrecht: Personen, die mit einem Verkehrsmittel auf einem Abschnitt einer öffentlichen Straße zu oder von einem dort befindlichen Ziel unterwegs sind.

Bahnhof

Verkehrs- und Betriebsanlage einer Bahn zum Ein- und Aussteigen, Be- und Entladen und/oder zur Zugbildung.

Barrierefreiheit

Die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Anlagen, Einrichtungen und Verkehrssystemen für Menschen mit Behinderungen.

Bedarfsverkehr

Verkehrsmittel, die auf Nachfrage verkehren.

Bedienkonzept

Festlegung der Bedienungshäufigkeit und -zeiten.

Bedienungsform

Art des öffentlichen Verkehrsmittels.

Bedienungsgebiet

Festgelegtes Gebiet, in dem ein öffentliches Verkehrsmittel verkehrt.

Bedienungshäufigkeit

Anzahl der Fahrten je Zeiteinheit auf einer bestimmten Verbindung des Öffentlichen Personenverkehrs.

Bedienungsqualität

Subjektives Empfinden über die Servicequalität des öffentlichen Nahverkehrs. Dies beinhaltet die Einschätzung über die Bedienungshäufigkeit, -zeiten und Haltestelleninfrastruktur.

Bedienungsstandard

Summe von Merkmalen zur Kennzeichnung der Qualität des Verkehrsangebotes im Öffentlichen Personennahverkehr.

Begleitservice

Mobilitätseingeschränkte Personen oder Personen, die Hilfe benötigen, werden zur Unterstützung von helfenden Personen in öffentlichen Verkehrsmitteln begleitet.

Beispiele aus der Praxis

Ein Beispiel aus der Praxis dient zur Erläuterung oder als musterhafte Vorstellung einer Mobilitätsmaßnahme. Die Umsetzungsschritte werden erläutert, um bei der Umsetzung ähnlicher Maßnahmen zu unterstützen.

Berufsverkehr

Summe der Verkehrsvorgänge zur und von der Arbeitsstätte zu Beginn und Ende der Arbeitszeit.

Betreibermodell

Form der Betriebsführung. Das Betreibermodell gibt an wie und durch wen ein Unternehmen geleitet wird.

Betriebszeit

Zeitspanne des fahrplanmäßigen Betriebes eines Verkehrsmittels oder einer Linie des öffentlichen Personenverkehrs.

Bevölkerungsdichte

Verhältnis der Einwohnerzahl zur Fläche eines Gebietes.

Bus

Kraftfahrzeug, das nach Bauart und Ausstattung zur Beförderung von mehr als 8 Personen zusätzlich zur Fahrerin oder zum Fahrer bestimmt ist.

Daseinsvorsorge

Im Rahmen der Daseinsvorsorge übernehmen Staat und Kommunen eine Gewährleistungs- und/oder Erbringungsverantwortung für die flächendeckende Versorgung mit bestimmten, von den politisch Verantwortlichen als lebenswichtig eingestuften Gütern und Dienstleistungen zu allgemein tragbaren (sozial verträglichen Preisen) und in zumutbaren Entfernungen. Zu diesen Aufgabenfeldern gehört, neben vielen anderen, auch der öffentliche Nah- und Fernverkehr.

Durchschnittlicher täglicher Verkehr

Auf 24 Stunden bezogene Verkehrsstärke eines oder mehrerer Verkehrsströme, die für das gesamte Jahr repräsentativ ist.

Durchschnittlicher werktäglicher Verkehr

Durchschnittlicher täglicher Verkehr an einem Werktag außerhalb der Ferien.

Echtzeit-Daten

Direkt, ohne zeitliche Verzögerung übermittelte Daten, die beispielsweise zur Information von Fahrgäste über die Ankunft des öffentlichen Verkehrsmittels dienen.

Eisenbahn

Öffentliche Einrichtung oder privatrechtlich organisiertes Unternehmen, das Eisenbahnverkehrsleistungen erbringt oder eine Eisenbahninfrastruktur betreibt.

Elektromobilität

Die Elektromobilität umfasst verschiedene Formen elektrisch angetriebener Fortbewegungsmittel wie Pkw, Lkw, Pedelec oder E-Scooter. Je nach Antriebskonzept kann die erforderliche Energie dabei beispielsweise batterieelektrisch, als Hybridantrieb oder in Form von Wasserstoff in Verbindung mit einer Brennstoffzelle bereitgestellt werden.

Erschließungsdefizit

Unzureichende Bedienung eines Gebietes mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Erschließungsdefizit kann räumlich sein, indem das Gebiet nicht angebunden ist, oder zeitlich, wenn der ÖPNV nur sehr unregelmäßig verkehrt.

Fahrgastaufkommen

Anzahl der Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel je Zeiteinheit bezogen auf eine Haltestelle, eine Linie, ein Liniennetz oder ein Gebiet.

Fahrgemeinschaft

Zusammenschluss von Personen zur gemeinsamen Fahrt mit einem privaten Kraftfahrzeug.

Fahrplan

Festgelegte zeitliche Ordnung des Fahrbetriebs öffentlicher Verkehrsmittel.

Fahrt

Ortsveränderung einer Person unter Benutzung eines Verkehrsmittels ohne Berücksichtigung von Zu- und Abgang.

Fahrtzeit

Zeitbedarf für die Durchführung einer Fahrt.

Fahrtzweck

Maßgeblicher Beweggrund für eine Fahrt.

Fahrzeugflotte

Die Gesamtheit der Fahrzeuge, die ein Unternehmen besitzt.

Flottenstruktur

Zusammensetzung von verschiedenen Fahrzeugen, die ein Unternehmen besitzt.

Gebietskörperschaft

Körperschaft des öffentlichen Rechts, die auf einem abgegrenzten Teil des Staatsgebiets (Land, Gemeinde) die Gebietshoheit hat und von den in ihrem Gebiet lebenden Einwohnern gebildet wird.

Gelegenheitsverkehr

Öffentlicher Personenverkehr, der sich vom Linienverkehr abgrenzt, wie beispielsweise Taxiverkehr, Mietwagenfahrten oder Ausflugsfahrten mit Bussen.

Hilfen zur Umsetzung

Hilfen zur Umsetzung einer Maßnahme können die Erhebung von Grundlageninformationen (z.B. Bestandsaufnahme oder Erreichbarkeitsanalysen) sowie Beteiligungsprozesse (z.B. Bürgerforum, Workshops) sein. Wichtig bei der Etablierung einer Maßnahme sind auch Kommunikation und Marketing.

Individualverkehr

Personenverkehr mit nicht allgemein zugänglichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß.

Instrumente

Ein Instrument ist ein Mittel zum Zweck, dessen man sich zur Ausführung einer Maßnahme bedient. Es gibt rechtliche, planerische oder finanzielle Instrumente. Ein Planungsinstrument ist beispielsweise ein Mobilitätskonzept, ein Rechtsinstrument ein Gesetz, im Bereich Förderung und Finanzierung kann es ein Bundesprogramm oder ein Ideenwettbewerb sein. Auch Maßnahmen des Mobilitätsmanagements können als Instrument eingesetzt werden.

Integraler Taktfahrplan

Fahrplanmodell, in dem der Fahrplan nicht für jede Linie einzeln geplant wird, sondern die Taktfahrpläne unterschiedlicher Bahn- und Buslinien integriert betrachtet und aufeinander abgestimmt werden. Dadurch soll ein flächendeckendes Verkehrsnetz angeboten werden, in dem die Anschlüsse so gut wie möglich optimiert sind.

Intermodalität

Verknüpfung von verschiedenen Verkehrsmitteln innerhalb einer einzigen Reisekette.

Kooperationsraum

Ortsteilscharf definierte Teilräume, die ein Versorgungszentrum umgeben und kleinteilige Verflechtungs- und Versorgungsbeziehungen abbilden.

Leerfahrt

Fahrt eines Transportmittels ohne Fahrgäste oder Ladung.

Letzte Meile

Letztes Wegstück zwischen Haltestelle und Haustür.

Logistik

Management des Transportes von Gütern, Personen, Informationen oder Energie.

Maßnahmen

Eine Maßnahme im Mobilitätsbereich soll eine zielgerichtete Wirkung zur Verbesserung der Mobilität erreichen. Die gewünschte Wirkung bezieht sich dabei auf verschiedene Zielgruppen (z.B. Senioren, Schüler) und Fahrtzwecke (z.B. Schülerverkehr, Arztbesuch). Mobilitätsmaßnahmen können sehr vielfältig und unterschiedlich hinsichtlich ihrer Kosten, Umsetzungsdauer und Planungsaufwand sein.

Mittelzentrum

Ein Mittelzentrum bezeichnet in der Raumordnung und Wirtschaftsgeographie in Deutschland einen zentralen Ort der mittleren Stufe nach dem System der zentralen Orte, das der Geograph Walter Christaller 1933 entwickelt hat. Die Bedeutung eines Ortes bestimmt sich weniger nach seiner Größe als nach seiner Infrastruktur im Vergleich zur näheren Umgebung. Sie wird in die dreistufige Skala Oberzentrum – Mittelzentrum – Unterzentrum oder Grundzentrum eingeordnet. Als Mindestgröße für die Ausweisung eines Mittelzentrums wird eine bestimmte Einwohnerzahl (Summe von Ort und Umland) angesetzt. Dieser Wert variiert zwischen den Bundesländern, in Hessen liegt er bei 20.000 Einwohnern. Dieser Richtwert kann in Einzelfällen (z. B. im dünn besiedelten, ländlichen Raum) auch unterschritten werden. Zu dieser Kennzahl kommen noch weitere Kriterien wie Ausstattung, Erreichbarkeit, Tragfähigkeit des zentralen Orts und ein eindeutig zuzurechnender Einzugsbereich. Eine Mittelstadt ist meist zugleich auch ein Mittelzentrum.

Mobilität

Möglichkeit zur Ortsveränderung.

Mobilitätsangebot

Zur Verfügung stehende Verkehrsmittel, um den gewünschten Weg zurückzulegen.

Mobilitätslücke

Gebiet, in dem das Mobilitätsangebot durch öffentliche Verkehrsmittel unzureichend ist.

Mobilitätsmanagement

Mobilitätsmanagement ist die zielorientierte und zielgruppenspezifische Beeinflussung des Mobilitätsverhaltens mit koordinierenden, informatorischen, organisatorischen und beratenden Maßnahmen, in der Regel unter Einbeziehung weiterer Akteure über die Verkehrsplanung hinaus (FGSV 2018).
Mobilitätsmanagement (MM) ist ein Konzept zur Förderung des nachhaltigen Verkehrs und zur Verringerung der Autonutzungsnachfrage, und zwar durch die Veränderung von Einstellungen und Verhaltensweisen der Verkehrsteilnehmenden. Das Mobilitätsmanagement basiert auf „sanften” Maßnahmen wie Information, Kommunikation, Organisation von Services sowie Koordination der Aktivitäten verschiedener Partner. „Sanfte“ Maßnahmen bewirken meist eine Effizienzsteigerung von „harten” Infrastrukturmaßnahmen im urbanen Bereich (wie neue Straßenbahnlinien, Straßen und Radwege). Im Gegensatz zu „harten” Infrastrukturmaßnahmen erfordern diese MM-Maßnahmen keine umfangreichen finanziellen Investitionen und können einen hohen Kosten-Nutzen-Faktor aufweisen (Europäische Plattform für Mobilitätsmanagement (EPOMM).

Modal-Split

Aufteilung des Verkehrs auf verschiedene Verkehrsmittel sowie den Fußgängerverkehr.

Motorisierter Individualverkehr (MIV)

Personenverkehr mit nicht allgemein zugänglichen motorisierten Verkehrsmitteln.

Motorisierungsgrad

Verhältnis der Anzahl der Kraftfahrzeuge zur Einwohnerzahl.

Möglichkeitsraum

Die vielfältigen Chancen, die einem Individuum oder einem Kollektiv zur Verfügung stehen, um zwischen Orten zu wechseln oder an der Gesellschaft teilzuhaben (Schwedes, Oliver; Rammer, Alexander, 2020: Mobilitätsmanagement. Ein neues Handbuch Integrierter Verkehrsplanung. S. 20. Wiesbaden).

Multiplikator(in)

Person oder Einrichtung, die Wissen oder Information weitergibt und zu deren Verbreitung, Vervielfältigung beiträgt.

Nahverkehrsplan

Analyse der Situation und Planung der Maßnahmen zur Entwicklung des öffentlichen Personenverkehrs für ein bestimmtes Gebiet.

Nutzen-Kosten-Verhältnis

Quotient aus den einer Investition zurechenbaren Nutzen und den aufzuwendenden Kosten.

Nutzungsentgelt

Das Nutzungsentgelt ist ein Entgelt, welches als Gegenleistung für die Nutzung eines Angebots geschuldet wird.

Nutzungshemmnisse

Gründe, die jemanden von der Nutzung eines Angebots abhalten.

Oberzentrum

Ein Oberzentrum bezeichnet in der Raumordnung und Wirtschaftsgeografie einen zentralen Ort (Hauptort) der höchsten Stufe; lediglich in Bayern wurden 2018 zwei höhere Stufen eingeführt, Metropole und Regionalzentrum. Liegt ein Oberzentrum außerhalb einer Metropolregion und besitzt für seine Umgebung eine herausragende Bedeutung, kann es auch als Regiopole bezeichnet werden.
Definiert werden die Oberzentren und übrigen zentralen Orte in den – je nach Bundesland unterschiedlichen – Plänen und Programmen der Landes- und Regionalplanung. Oberzentren sind in der Regel umgeben von mehreren Mittelzentren, die wiederum für Unterzentren von Bedeutung sind. Neben dem Grundbedarf und dem periodischen Bedarf kann in Oberzentren auch der spezifische Bedarf gedeckt werden. Das umfasst neben dem Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot der Unter- und Mittelzentren insbesondere besondere Warenhäuser, Spezialgeschäfte, Fachkliniken, Theater, Museen, Fachhoch- und Hochschulen, Regionalbehörden.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Teil des öffentlichen Verkehrs (ÖV) der den Nah- und Regionalverkehr mit allgemein zugänglichen Verkehrsmitteln umfasst.

On-Demand-Verkehr

Verkehrsmittel, die auf Nachfrage verkehren.

Parkraumbewirtschaftung

Einschränkungen für parkende Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum durch beispielsweise Bepreisung oder zeitliche Begrenzungen.

Pauschale

Überschlägige Schätzungen eines Geldbetrags zur Abgeltung einer erbrachten Leistung.

Pendler

Personen, deren Arbeitsstätte und Wohnort nicht in der gleichen Gemeinde liegen.

Pendlerverkehr

Summe der von Pendlern hervorgerufenen Verkehrsvorgänge.

Periphere Räume

Ländliche Räume, die sich fernab von Städten oder Ballungszentren befinden.

Personenfernverkehr

Durch lange Fahrtstrecken gekennzeichneter Personenverkehr.

Personennahverkehr

Durch kurze Fahrtstrecken gekennzeichneter Personenverkehr.

Planung

Systematische Vorbereitung eines vernunftgemäßen Handelns von Einzelnen oder von Gemeinschaften, um ein Ziel unter den gegebenen Verhältnissen auf die beste Weise zu erreichen.

Pooling-Prinzip

Bündelung von Fahrgästen zu einer Fahrgemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel.

QR-Code

Englisch für Quick-Response-Code: Grafisches Format zur Speicherung von Informationen, die mit einer entsprechenden Software gelesen werden können. Vergleichbar mit den Strichcodes auf Produktverpackungen. 

Quell-Ziel-Relation

Verkehrsströme zwischen Start- und Endpunkt einer Reise.

Raumstruktur

Die Typisierung der Raumstruktur erfolgt auf Basis der laufenden Raumbeobachtung des BBSR. Siehe auch Artikel zur Raumstruktur auf Mobilikon.

Reisezeit

Zeitbedarf für die Durchführung einer Reise.

Rücklaufquote

Bei Umfragen: Anteil der beantworteten Fragebögen an der Gesamtzahl der versandten Bögen. Wurden z. B. von 100 versandten Fragebögen zehn beantwortet, beträgt die Rücklaufquote 1/10. 

S-Bahn

Schienengebundenes, der Eisenbahn-Bau-und Betriebsordnung unterliegendes regionales Personennahverkehrssystem für Verdichtungsräume, das mit Eisenbahnfahrzeugen betrieben wird, die im Raumabstand mit relativ kurzer Zugfolge in der Regel nach Fahrplan verkehren.

Siedlungsstruktur

Quantitatives und qualitatives Verteilungsmuster von Wohnungen, Arbeitsstätten und Infrastruktur innerhalb eines bestimmten Gebietes.

Stadtentwicklungsplanung

Erarbeitung langfristiger kommunalpolitischer Ziele für die räumliche, wirtschaftliche und soziale Entwicklung einer Stadt und deren Umsetzung in eine koordinierte und ressortübergreifende Maßnahmen- und Investitionsplanung.

Stakeholder 

Projektbeteiligte (englisch: stakeholder) oder Gesamtheit aller Projektbeteiligten, -betroffenen und -interessierten, deren Interessen durch den Verlauf oder das Ergebnis des Projektes direkt oder indirekt berührt sind.

Standortfaktor

Gesamtheit aller Faktoren, die ein Unternehmen bei der Wahl eines Standorts berücksichtigt.

Taktdichte

Zeitabstand zwischen den im Linienbetrieb fahrenden Fahrzeugen.

Taktfahrplan

Fahrplan des Linienverkehrs mit Bedienung der Haltestellen in konstanten Zeitabständen.

Taktfahrplan, integraler

Taktfahrplan für ein Verkehrsnetz, bei dem die Linien jeweils mit demselben Zeitabstand oder einem Mehrfachen dessen betrieben werden.

Tarif

Festgesetzter Preis, der von einer staatlichen oder offiziellen Institution angeboten wird.

Tarifsystem

System, nach dem Preise oder Löhne gestaffelt sind.

Taxi

Besonders gekennzeichneter Personenkraftwagen mit Fahrerin oder Fahrer zur individuellen Beförderung von Personen gegen Entgelt.

Übergangszeit

a) Bei einer Reise: Zeitdauer zwischen der Ankunft eines Verkehrsmittels und der Abfahrtszeit des Anschluss-Verkehrsmittels. Zeit, die benötigt wird, um das Verkehrsmittel zu wechseln.
b) In der Lichtsignalsteuerung: Zeitdauer, während der ein Übergangssignal gegeben wird (Gelb oder Rot/Gelb).

Umweltverbund

Der Umweltverbund fasst die Busse und Bahnen des öffentlichen Verkehrs, das Fahrrad und das „zu Fuß gehen“ als umweltfreundliche Verkehrsmittel zusammen. Es besteht noch keine einheitliche Definition für die Zuordnung von Pedelecs und Elektrokleinstfahrzeugen. Üblicherweise werden diese dem Radverkehr und damit dem Umweltverbund zugeordnet. 

Untersuchungsgebiet

Bereich, in dem mögliche Varianten eines Verkehrsprojektes untersucht werden.

Verkehrserhebung

Gewinnung von Daten eines bestehenden Verkehrszustandes.

Verkehr

Ortsveränderung von Personen, Gütern, Nachrichten oder Energie.

Verkehrsangebot

Von öffentlichen Verkehrsmitteln zur Verfügung gestellte Transportkapazität.

Verkehrsart

Gruppe gleich spezifizierter Verkehre, wobei unterschiedliche Abgrenzungskriterien möglich sind.

Verkehrsberuhigung

Maßnahmen zur Verlangsamung des motorisierten Verkehrs und Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Verkehrserschließung

Gesamtheit der im öffentlichen und privaten Bereich zu treffenden Maßnahmen, die es ermöglichen, dass Grundstücke genutzt und an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen werden können.

Verkehrsknotenpunkt

Umsteigeort zwischen mehreren Verkehrsmitteln.

Verkehrsleistung, gemeinwirtschaftliche

Angebot von Beförderungsleistungen, das für eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung im öffentlichen Personennahverkehr erforderlich ist und das nicht eigenwirtschaftlich erbracht werden kann.

Verkehrsmittel

Für die Ortsveränderung von Personen und Gütern notwendige Fahrzeuge und Betriebsanlagen.

Verkehrsmittel, öffentliches

Verkehrsmittel, das nach Maßgabe der Beförderungsbedingungen benutzt werden darf.

Verkehrsnachfrage

Menge der realisierten Ortsveränderungen der Verkehrsteilnehmer.

Verkehrsplanung

Systematische Vorbereitung von Maßnahmen zur Gestaltung und Steuerung von Verkehrssystemen.

Verkehrsstrom

Anzahl von Ortsveränderungen zwischen zwei Punkten während einer bestimmten Zeitspanne.

Verkehrssystem

Für den Betrieb eines Verkehrsmittels oder den Fußgängerverkehr erforderliche Komponenten.

Verkehrsteilnehmende

Personen, die sich aktiv im Straßenverkehr fortbewegen.

Verkehrsträger

Organisation zum Betreiben eines öffentlichen Verkehrssystems.

Verkehrsverbund

Rechtlicher und organisatorischer Zusammenschluss von Gebietskörperschaften und/oder Verkehrsunternehmen zur gemeinsamen Durchführung von öffentlichem Personennahverkehr in einem bestimmten Gebiet.

Verkehrsverlagerung

Änderung der Verkehrsmittel- oder Routenwahl.

Verkehrsvermeidung

Reduzierung des Verkehrsaufkommens von Personen oder Gütern durch politische, planerische oder organisatorische Maßnahmen.

Verkehrswege

Straßen, Schienen-, Luftverkehrswege und Wasserstraßen für die Ortsveränderung von Personen und Gütern.

Versorgungszentrum

Orte, die eine wichtige Rolle für die Versorgung von Teilräumen spielen. Sie sollten über Mindestausstattungsmerkmale in den Bereichen Bildung, Betreuung, Gesundheit und Nah- oder Grundversorgung verfügen. Versorgungszentren sollten über eine gute Verkehrsanbindung an den überregionalen ÖPNV und die (Mittel-) Zentren verfügen, mind. im 2-Stunden-Takt.

Wirkungsanalyse

Abschätzung und Bewertung der Auswirkungen geplanter Maßnahmen.

Zentrale Einrichtungen

Der Allgemeinheit oder privatwirtschaftlichen Zwecken dienende bauliche Anlagen mit großem Einzugsgebiet, deren Lage aufgrund ihres Flächenbedarfs bzw. Verkehrsaufkommens bestimmt wird.

Zielverkehr

Summe der Verkehrsvorgänge, die außerhalb eines festgelegten Gebietes beginnen und innerhalb davon enden.

Zweisystemfahrzeug

Elektrisches Schienenfahrzeug, das seine Antriebsenergie über mindestens zwei verschiedene Bahnstromsysteme per Oberleitung und/oder Stromschiene beziehen kann. Durch den Einsatz von Zwei- bzw. Mehrsystemfahrzeugen kann das Eisenbahn- (bzw. S-Bahn-) und Straßenbahnnetz umsteigefrei miteinander verbunden werden.