Öffentliche Ladepunkte für E-Autos: Ladeverbund+

Ladestation für Elektrofahrzeuge
Quelle: solid GmbH im Auftrag des Ladeverbund+

Welche Ziele werden mit dem Ladeverbund+ verfolgt?

Der Ladeverbund+ verfolgt das Ziel, durch den gemeinsamen Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur eine höhere Versorgungssicherheit für die Elektrofahrzeugnutzenden sicherzustellen und dadurch den Ausbau der Elektromobilität voranzutreiben. Damit möchte der Verbund einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten.

Wie erfolgte die konkrete Umsetzung?

Der Ladeverbund+ wurde im Jahr 2012 von vier Energieversorgern aus der Metropolregion Nürnberg als Ladeverbund Franken+ gegründet. Im Zuge des Wachstums des Ladeverbunds über die Region Franken hinaus, wurde der Ladeverbund Franken+ Mitte 2018 in Ladeverbund+ umbenannt. Mitglied im Ladeverbund+ sind sowohl kleine, mittelgroße als auch große überregionale Energieversorger in der Region Franken und in angrenzenden Gebieten in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Koordination und Verwaltung des Ladeverbund+ wird durch die solid GmbH übernommen. Um die Elektromobilität voranzubringen, strebt der Ladeverbund+ eine weitere Ausdehnung an. Durch die Zusammenarbeit im Verbund wird gemeinsam ein Gesamtkonzept einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur entwickelt und umgesetzt. Bis zum Ende des Jahres 2019 haben die Mitglieder im Ladeverbund+ insgesamt 520 Ladesäulen errichtet.

Um Nutzenden die Ladestruktur möglichst uneingeschränkt zur Verfügung zu stellen, wird ein gemeinsames, einheitliches Zugangssystem verwendet. Der Zugang zu den Ladesäulen im Ladeverbund+ erfolgt grundsätzlich per App. Um eine möglichst große Barrierefreiheit sicherzustellen, steht den Nutzenden zusätzlich ein ad-hoc-Zugang per QR-Code oder über ein Zugangsmedium (z.B. RFID oder App) eines kooperierenden Fahrstromanbieters zur Verfügung. Die Gebühren für das Laden werden nach Kilowattstunden abgerechnet. Um das „Blockieren“ von Ladesäulen zu vermeiden, gibt es an ausgewählten Standorten auch eine „Blockiergebühr“, welche gilt, wenn das vollgeladene Fahrzeug weiterhin an die Ladesäule angeschlossen bleibt. Die Endpreise für die Nutzenden werden individuell vom jeweiligen Betreibenden festgelegt. Der Ladeverbund+ bietet an allen Ladesäulen für registrierte Stromkunden eines Mitgliedsunternehmens des Ladeverbund+ einen ermäßigten Tarif an. Um einen größtmöglichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, werden die Ladesäulen mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt. Daneben ist auch die regionale Wertschöpfung dem Ladeverbund+ ein Anliegen. Daher sind sowohl die Hersteller der Pkw-Ladesäulen als auch der Backend-Dienstleister in Deutschland ansässig.

Der Ladeverbund+ ist zudem auf zahlreichen Veranstaltungen in der Region vertreten, um das Thema Elektromobilität voranzubringen. Neben der Bereitstellung von Information geht es auch darum, mögliche Hemmungen bei Privatleuten, Unternehmen und Kommunen gegenüber der Elektromobilität abzubauen.

Februar 2012:

Gründung als Ladeverbund Franken+

Juni 2018:

Umbenennung in Ladeverbund+

Ende 2019:

Bestand an 520 Ladesäulen

solid GmbH - Markus Rützel im Auftrag der Mitglieder des Ladeverbund+, o. A.: Ladeverbund+. Zugriff: https://www.ladeverbundplus.de/.