Tag der offenen Tür bei einem Nahverkehrsbetrieb

Wie läuft ein Tag der offenen Tür bei einem Nahverkehrsbetrieb ab? 

An einem Tag der offenen Tür präsentiert sich ein Nahverkehrsbetrieb der Öffentlichkeit. Der besondere Reiz liegt darin, dass Interessierte Einblicke in Bereiche erhalten, zu denen gewöhnlich nur Mitarbeitende Zugang haben, z. B. in die Leitstelle oder den Betriebshof. Es bieten sich viele verschiedene Programmpunkte an: Führungen durch Betriebsräume und Betriebsgelände, Sonderfahrten, Frag-einen-Mitarbeitenden, Fahrtsimulatoren, Trainings (z. B. Rollator-Training), Ausbildungs- und Jobbörse, Rückblicke auf die Geschichte des Betriebs, Ausstellungen, Informationsstände, Spiel und Spaß für Kinder etc. Ein Tag der offenen Tür kann als Einzelevent durchgeführt werden. Es ist aber auch möglich, den Tag der offenen Tür in ein breiteres Programm einzubetten, z. B. in einen Aktionstag. Dies erfordert eine Kooperation mit anderen Partnern, beispielsweise der Kommune. Ein Tag der offenen Tür kann sowohl interne (Einführung eines neuen Angebots, Betriebsjubiläum etc.) also auch externe (Stadtfest, Dorfversammlung etc.) Anlässe haben.

Was ist das Ziel eines Tages der offenen Tür bei einem Nahverkehrsbetrieb?

Ziel eines Tages der offenen Tür ist es, Besuchende auf unterhaltsame Weise über den Nahverkehrsbetrieb zu informieren. Damit können wiederum vielfältige Ziele verbunden sein: 

  • neue Kundinnen und Kunden gewinnen
  • die Beziehung zu bestehenden Kundinnen und Kunden pflegen
  • inhaltlichen Input liefern, z. B. vor einer Zukunftswerkstatt
  • mit (potenziellen) Kundinnen und Kunden in den Austausch treten, um beispielsweise Vorschläge zur Verbesserung des Angebots oder Ideen zu neuen Angeboten zu sammeln 
  • das Ansehen des Nahverkehrsbetriebs und des ÖPNV im Allgemeinen stärken
  • Auszubildende und Mitarbeitende gewinnen.

Was ist bei der Umsetzung zu beachten?

Ein Tag der offenen Tür sollte im Vorfeld aktiv beworben werden, beispielsweise in der Lokalpresse, in Newslettern oder durch Aushänge, um die gewünschte Anzahl an Teilnehmenden zu gewinnen. Mit der Programmgestaltung können verschiedene Zielgruppen angesprochen werden („Spiel und Spaß“-Programmpunkte für Kinder machen den Tag beispielsweise für Familien attraktiv). Je mehr unterschiedliche Menschen angesprochen werden sollen, desto mehr inhaltliche Schwerpunkte sollten gesetzt werden. Es bietet sich an, einen Shuttle einzurichten, um Menschen die Fahrt zu den verschiedenen Orten des Programms mit dem ÖPNV zu ermöglichen. 

Umsetzungsschwierigkeiten für den Nahverkehrsbetrieb liegen in der Regel in dem organisatorischen und finanziellen Aufwand. Es müssen ausreichend Teilnehmende gewonnen werden, damit der vergleichsweise hohe Aufwand gerechtfertigt ist. Bei der Umsetzung ist darauf zu achten, dass sich keine Störungen im Betriebsablauf durch die Öffnung des Nahverkehrsbetriebs ergeben. Will die Kommune einen Tag der offenen Tür in eine Programmreihe einbetten, erfordert dies umfassende Absprachen und Koordination mit dem Betrieb.

VDV - Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V., o. A.: PR-, Marketing- und Vertriebsmaßnahmen im Vergleich. Zugriff: http://www.vdv-dasmagazin.de [abgerufen am 06.04.2020].