Kindergartenbus

Was ist der Kindergartenbus?

Am Morgen werden die Kinder aus den umliegenden Ortsteilen abgeholt und zu ihrem Kindergarten befördert. Der Bus fährt nach einem festen Fahrplan und hält an festen Bushaltestellen. Auch am Nachmittag kann eine Fahrt in umgekehrter Richtung erfolgen. In der Praxis wird der Kindergartenbus jedoch überwiegend am Morgen für die Fahrt zum Kindergarten eingesetzt. Zum Einsatz kommen hauptsächlich Minibusse und es ist eine Voranmeldung notwendig. Häufig wird die Verteilung der Sitzplätze vom Kindergarten organisiert.

Die Beförderung ist in der Regel entweder kostenfrei oder es wird ein geringer monatlicher Beitrag erhoben. Es besteht die Möglichkeit, dass ein Elternteil im Bus mitfährt.

Welche Vorteile bietet der Kindergartenbus?

Der Kindergartenbus ist eine Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr. Insbesondere in ländlichen Regionen mit lückenhaftem ÖPNV bietet der Kindergartenbus eine Möglichkeit, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen Kindergarten bzw. eine Kindertagesstätte zu erreichen. Mit der gebündelten Beförderung der Kinder wird das Verkehrsaufkommen und die damit verbundenen Emissionen reduziert. Zudem werden die Eltern der Kinder entlastet.

Da der Kindergartenbus überwiegend in den Morgenstunden zum Einsatz kommt, kann das genutzte Fahrzeug außerhalb dieser Zeiten für weitere Mobilitätsangebote genutzt werden (z. B. als Veranstaltungsbus).

Was ist für eine erfolgreiche Umsetzung zu beachten?

Kindergartenbusse werden zumeist von der Gemeinde betrieben. Zunächst kann mithilfe von Erreichbarkeits- und Nachfrageanalysen bzw. Bürgerbefragungen untersucht werden, ob ein Kindergartenbus vor Ort sinnvoll ist. Bei der Umsetzung eines Kindergartenbusses fallen Kosten für die Fahrzeugbeschaffung sowie für Fahr- und Begleitungspersonal an. Die Finanzierung eines Kindergartenbusses muss in der Regel von der Gemeinde getragen werden, da keine oder nur geringe Fahrgeldeinnahmen erzielt werden, die nicht für einen kostendeckenden Betrieb ausreichen. Sponsoren und ehrenamtlich Helfende können die Umsetzung unterstützen. Zudem muss das Angebot aktiv bei den Eltern der Region beworben werden, um eine möglichst hohe Nutzung zu erzielen.

Für die Beförderung von Kindern unter sechs Jahren ist der Betreiber gesetzlich dazu verpflichtet, Begleitpersonal zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich muss der Bus für die Beförderung von kleinen Kindern ausgestattet sein. Dazu zählen die Bereitstellung von Kindersitzen und angepasste Gurtsysteme für Kinder, damit sie sicher befördert werden können. Der feste Fahrplan des Kindergartenbusses kann ein Nutzungshemmnis für Familien darstellen.

Stadt Elze: Der Kindergartenbus. Zugriff: https://www.elze.de, Leben & Freizeit, Familie & Bildung, Kindergartenbus [abgerufen am 04.06.2020].
Wilken, Thomas, 10.12.2019: Stadt wäre beim Kindergartenbus in der Haftung. Zugriff: https://hirschhorner.wordpress.com/, Archiv [abgerufen am 04.06.2020].
Gemeinde Gemüden (Felda): Kindergartenbus. Zugriff: https://www.gemuenden-felda.de/, Öffentliche Einrichtungen, Kindertagesstätte, Betreuungsangebot, Kindergartenbus [abgerufen am 04.06.2020].
Goll, Alexandra, 24.11.2015: KIGA-Bus nicht mehr gratis. Zugriff: https://www.meinbezirk.at/, Nachrichten, Lokales, Hollabrunn [abgerufen am 04.06.2020].
Marbach an der Donau, 04.08.2008: Anschaffung eines "Kindergartenbusses" für die Marktgemeinde Marbach beschlossen. Zugriff: https://www.marbach-donau.at/, Archiv [abgerufen am 04.06.2020].